E-Scooter Business

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E-Roller erobern die Stadt

Anders als Elektro-Autos, die sich aufgrund geringerer Reichweiten nur mühsam gegen ihre Verbrennerkonkurrenz durchsetzen, bieten Elektroroller gegenüber ihren konventionellen Konterparts schon jetzt fast nur Vorteile. Die Hersteller versprechen eine leise, wartungsarme, umweltfreundliche, alltagstaugliche und zudem günstige Alternative. Besonders Hersteller emco erobert mit seinen stylischen E-Scootern den urbanen Stadtverkehr, das ureigene Revier der zweirädrigen „Eierkocher“. Speziell gewerbliche Kunden setzen zunehmend auf die wendigen Stadtflitzer.

Von Jörn-Jakob Surkemper

Bei einigen Filialen der Pizzakette Joey’s in München, Göttingen und Paderborn sind Lieferroller von emco samt Ladetechnik bereits rund um die Uhr im Flotteneinsatz. Ebenso beim Kölner Lieferdienst Meal Mates und anderen Anbietern im wachsenden Segment der Lieferdienste. „Das klassische Einsatzgebiet von Rollern ist der innerstädtische Nahbereich mit einem Radius von 15 bis 20 Kilometern“, sagt Ben Hoffmann, Key-Account-Manager Delivery beim Hersteller aus dem Emsland. Hier trete die ohnehin überschätzte Reichweitenproblematik gänzlich in den Hintergrund. „Die umweltfreundlichen Elektroroller lassen sich vielseitig verwenden, sind zuverlässig und dabei auch noch wirtschaftlich für die Betreiber“, so der emco-Vertreter weiter.

Mitverantwortlich dafür ist wohl auch ein neues, optimal aufeinander abgestimmtes Komponenten-Trio, das die emco E-Scooter seit Frühjahr 2015 verwenden. Es besteht aus einer 37Ah-Batterie, dem Controller 2.0 und einem Radnabenmotor. Die neue Batterie verspricht bis zu 30 Prozent mehr Reichweite. Über eine App gibt der mit einer WLAN-Schnittstelle ausgestattete High-End-Controller Informationen wie Akkustatus und Restreichweite an das Smartphone des Fahrers weiter. Dieser kann so bereits vor Fahrtantritt seinen individuellen Fahrmodus einstellen. Die Reichweite der E-Roller betrage so mit zwei Akkus (mit jeweils 37 Ah) bis zu 130 Kilometer – und das für weniger als einen Euro Stromkosten. „Der praktische Wechselakku lässt sich leicht entnehmen und mithilfe des Ladegeräts an jeder 230V-Steckdose innerhalb von zwei Stunden wieder voll aufladen“, so Hoffmann. Die höheren Anschaffungskosten im Vergleich zu einem günstigen 50-ccm-Zweitakter würden nach etwa 11.500 Kilometern durch den sparsamen Unterhalt amortisiert. Dafür sorgen nicht nur die geringen Betriebskosten, sondern auch die Steuerfreiheit der E-Fahrzeuge.

Deswegen kommen E-Roller auch im Verleihgeschäft immer öfter zum Einsatz. In Berlin befinden sich derzeit 150 emco E-Scooter beim Sharing-Anbieter eMio im Einsatz. Die Kunden scheinen das Angebot anzunehmen; von einem Ausbau der Flotte auf 500 Stück ist die Rede. Und in den Niederlanden, z. B. bei Scootz, schaffen die E-Roller vom emco ein nachhaltiges Mobilitätsangebot für Touristen. Nach Pedelecs und E-Bikes dürfte sich nun also auch der Rollermarkt zunehmend elektrifizieren.
www.emco-elektroroller.de

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