Im Praxis-Check: das E-Citybike Fischer Proline EVO City ECU 1760 und das Fischer Proline Trekking ETD 1722

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Die Preis-Leistungs-Wunder

E-Bikes für unter 2000 Euro von Real, Media Markt oder Metro? Jedes Mal, wenn dort preisgünstige E-Bikes aufschlagen, erreichen uns Anfragen, ob die denn was taugen. Grund genug also für uns, diese zwei neuen Fischer-Modelle der Proline-Serie auf Herz und Nieren zu testen: das Fischer Proline ETD 1722 und das Fischer Proline EVO City ECU 1760. Die Marke setzt mit ihrem Vertriebskonzept auf Masse und günstige Preise, verspricht dabei aber höchste Qualität.
Von Jörn-Jakob Surkemper

Optisch ist den beiden E-Bikes der günstige Preis von rund 1500 (ETD 1722) und knapp 2000 Euro beim EVO City ECU 1760 nicht anzumerken. Die mattschwarze Lackierung ist schick, die Verarbeitung solide, die Lenker ergonomisch gut geformt. Im Einzelnen: Das ETD 1722 ist eher ein Tourenrad mit 48-Volt-Heckmotor, 48-Volt-Akku (mit 11,6 Ah und 557 Wh) und einer 24-Gang-Shimano-Acera-Kettenschaltung, mit der sich die relativ niedrigen 20 Nm Drehmoment des Motors gut kompensieren lassen. Der kräftige Motor setzt etwas zeitversetzt ein und aus, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Der Rahmen ist als Herren- (ETH) und als Damenvariante (ETD) erhältlich, jeweils in einer Größe von 50 bzw. 46 cm; das ECU 1760 gibt es in einer 46-cm-Unisexvariante. Dadurch sind beide Modelle besonders für kleinere Radfahrer geeignet und ermöglichen eine hohe Wendigkeit und Stabilität, von der auch der Hersteller so überzeugt ist, dass er eine 30-jährige Garantie auf den Rohrverbund gewährt. Hinzu kommt ein LCD-1300-Display mit Smartphone-Anbindung, das nicht nur den Akkuzustand, die Geschwindigkeit und die fünf Unterstützungsstufen anzeigt und regelt, sondern auch als USB-Ladebuchse dient und mit Bluetooth ausgestattet ist (gilt auch für das ECU 1760).

Gabel, Sattelstütze und Komfortsattel bieten in Kombination mit den 42er-Kenda-Reifen auch abseits der Straßen gute Traktion und Fahrkomfort. Die Teleskopsattelstütze lässt in puncto Sensibilität die übliche Luft nach oben. Vorweg: Besser schneidet in diesem Punkt das ECU 1760 ab, das über eine Parallelogrammsattelstütze verfügt.

Voll und ganz überzeugen können die hydraulischen Shimano-Scheibenbremsen, die für eine sichere Verzögerung sorgen – auch mit Gepäck. Apropos: Das relativ geringe Eigengewicht von 26,6 Kilogramm bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 135 kg lassen genügend Spielraum für Tourengepäck. Punkten kann nicht zuletzt auch die überdurchschnittliche Reichweite von 75 bis 90 Kilometern in hügeligem Terrain.



Technische Daten
Motor:
Shengyi 250-W-Hinterradnabenmotor
Akku: 48 V, 557 Wh (am Unterrohr)
Unterstützungsstufen: 5
Rahmen: hydro-verformt, 46, 50 cm
Gabel: SUNTOUR Federgabel 40 mm
Schaltung: SHIMANO 3×8 Acera
Bremsen: SHIMANO hydraulik Scheibe
Beleuchtung: LED 40 Lux
Reifen: Kenda K935 pasi/reflex
Gepäckträger: Stahl / Alu neu
Gewicht / zul. Gesamtgewicht: 26,6/135 kg
Preis: 1.499 Euro
Info: www.fischer-fahrrad.de


Mehr Komfort beim Fischer Proline EVO City ECU 1760

Wer 500 Euro mehr investiert, dem verspricht das ECU 1760 noch etwas mehr Komfort und einige weitere Vorteile. Die größten, sofort sichtbaren Unterschiede sind neben der erwähnten Sattelstütze der reaktionsfreudigere 48-Volt-Mittelmotor von Bafang und der im Gepäckträger integrierte 557-Wh-Akku von Panasonic. Hinzu kommt eine 8-Gang-Shimano-Nexus-Nabenschaltung. Die Bremsen können ebenso überzeugen wie beim ETD 1722, auch wenn hier statt Scheibenbremsen hydraulische Felgenbremsen aus dem Hause Magura und eine Rücktrittbremse zum Einsatz kommen.

Zusätzlich ist im Lieferumfang beim ECU 1760 ein Brustgurt von Sigma mit Bluethooth-Anbindung enthalten. Radfahrer, die auf ihre Pulsfrequenz achten müssen, können so die Motor-Unterstützungsstufen der körperlichen Beanspruchung anpassen.

Fazit: Mit den beiden E-Citybikes Proline EVO City ECU 1760 und Proline Trekking ETD 1722 zeigt die Marke Fischer, dass es noch gute Qualität für kleines Geld gibt. Beide Bikes haben uns im täglichen Fahrbetrieb überzeugt. Zusätzlich gewährt Fischer dem Käufer bis zu 18 Monaten Garantie auf den Akku – keine Selbstverständlichkeit im heißumkämpften E-Bike-Business. Bis dato bieten diese beiden Modelle in unserem Test-Fuhrpark das beste Preis-Leistungsverhältnis in der Kategorie E-Citybike und verdienen sich damit den Kauf-Tipp.



Technische Daten
Motor: Bafang 250-W-Mittelmotor
Akku: 48 V, 557 Wh (Gepäckträger)
Unterstützungsstufen: 5
Rahmen: hydro-verformt, 46 cm
Gabel: SUNTOUR Federgabel 50 mm lock-out
Schaltung: Shimano 8G Nexus Rücktritt
Bremsen: Magura hydraulik Felgen
Beleuchtung: LED 45 Lux
Reifen: Kenda K935 pasi/reflex
Gepäckträger: angeschweißt
Gewicht / zul. Gesamtgewicht: 29,8/135 kg
Preis: 1.999 Euro
Info: www.fischer-fahrrad.de


Über FISCHER – die fahrradmarke

Die Fahrradmarke FISCHER steht seit 1949 für Maßarbeit und höchste Qualität.
FISCHER hat sich auf ein komplettes Angebot zu fairen Preisen spezialisiert: von hochwertigen Fahrrädern für alle Altersgruppen über Fahrradtransportsysteme bis zu Fahrradzubehör. 2012 brachte FISCHER seine ersten E-Bike-Modelle auf den Markt und baut seitdem sein Angebot kontinuierlich aus. Über das gute
Preis-Leistungsverhältnis hinaus bietet FISCHER seinen Kunden einen Rund-um-Service – von der Service-Hotline über die Online-Ticketvergabe unter www.fischer-fahrrad-kundendienst.de für die Beauftragung eines Monteurs bis zur Reparatur vor Ort. Seit 2010 hält die Inter-Union Technohandel GmbH in Landau/Pfalz die Produktions- und Markenrechte an sämtlichen FISCHER-Produkten.
Diese sind in ausgewählten SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten sowie in Bau- und Heimwerkermärkten erhältlich.


 

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